Bergen

6.Tag Norwegen
Montag, 2.September 2019

Die Nerven liegen etwas tief. Was erwartet uns beim Zahnarzt.
Möglichst früh führt uns Google zur Notfallpraxis. Natürlich hat es da keinen Parkplatz.
Schultze geht hoch für eine Begutachtung.
Mir bleibt die Suche nach einem Platz für das Womo. Eine Ecke weiter ist das Bryggenquartier, die bekannte Holzhäuserzeile von Bergen.
Schliesslich werde ich fündig, ganz in der Nähe.
Schultze erhält einen Termin um 15 Uhr.
Zeit für Bryggen zu Fuss. Das Fotomotiv schlechthin. Toppen kann das höchstens eins der tollen Segelschiffe am Quai. Dort werden gerade neue junge Matrosen und Matrosinnen gebrieft. Einige sind schon hoch in den Seilen und erhalten Anweisungen von unten.
Es ist Zeit für einen Kaffeehalt. Ein schmaler Gang auf hölzernen Planken führt uns zwischen zwei der farbigen Häusern hindurch zu einer Art Hinterhof. Auf diesem Weg finden wir ein kleines lauschiges Café. Ein zweiter Kannelbulle auf dieser Reise. Einer von der ganz guten Sorte und erst noch leicht warm.

Es ist noch viel Zeit übrig bis zum Zahnarzttermin. Wir wollen zum Hafen der Hurtigruten, um zu schauen, was gerade angelegt hat.


Bergen mit Auto ist nicht ganz einfach, und mit Womo etwas hektisch.
Fehler müssen ausgebatet werden, das heisst falsch eingespurt rächt sich, man macht grosse Kreise bis man wieder da ist wo man falsch gefahren ist.
Sightseeing spontan ohne Plan, so nennen wir das.

Wir finden schliesslich die Einfahrt in den Hafen der grossen Schiffe.
Das Schiff 1 steht im Hafen, als wir schliesslich am Ziel ankommen.
Obwohl ich mir keine Kreuzfahrt für mich vorstellen kann, faszinieren mich diese Schiffe.
Die Grösse, die immens vielen Balkone. Alles wirkt etwas ungelenk, kann so eine Schifft kippen?
Mutmassungen über die vielen Geschichten von Menschen auf diesem Giganten. Was bewegt wen dieses oder jenes Unterhaltungsangebot anzunehmen? Gibt es auch Langeweile an Bord?
Die Freigänger von heute kehren in Bussen zurück. Nicht alle. Eine Truppe von Radfahrern wird mit einem blinkenden Auto zur Gangway escortiert. Wenig später folgt auf dieselbe Weise eine Anzahl Passagiere per Trottinett.

Jetzt ist keine Zeit mehr für weitere Gedanken.
Der Weg zum Zahnarzt ist noch im Navi gespeichert.–
Zwei Stunden später ist der Grundstein für unsere Weiterfahrt gelegt.
Antibiotika und Schmerzmittel sind nach dem Eingriff notwendig.

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