Mitternachtssonne -Jokkmokk – Kvikkjokk – Laponiens Natur

Wir sind immer noch in Lappland/Laponia bei den Sami.
Die Sami, ein Volk, das nicht immer einverstanden ist mit der schwedischen Regierung. Die Leute, die wir hier treffen , mit denen wir sprechen, machen uns aufmarksam auf ihre Ethnie, ihr Brauchtum und ihr Bestreben, dies alles zu erhalten, mit möglichst keinen Einschränkungen.
Stolz ist man in Jäckemäcke, wie Jokkmokk hier heisst, auf das Museum am Ort. Es sei eines der drei Schönsten in ganz Skandinavien.

Es ist wirklich schön und eindrücklich, dieses Ájtte Museum. Die Geschichte der Sami wird dargestellt, ihr Leben über die Jahrtausende.
Die Tierwelt, wie sie mit den ausgestopften Beispielen in ihrem Lebensraum gezeigt werden, ist sensationell.
Alles ist sehr verständlich und das Interesse wächst mit jedem Raum, den man sich ansieht.
In dem Gebäude von Sami Duodji erfahren wir mehr über das Kunsthandwerk der Sami. Hier besitzt man das Label für das authentische Hanwerk für diverse Hersteller.

Jetzt ist es Zeit für einen langen Spaziergang. Wir fahren nun in die Wildnis und laufen mit den Hunden zu einem See.
Auf dem Rückweg eine Tierbegegnung. Es ist nicht ganz klar, war das jetzt ein junger Elch oder ein Rentier. Egal. Beeindruckdnd auf jeden Fall.

Waldspaziergang
Bei Jokkmokk

In Jokkmokk besuchen wir ein Samirestaurant, das heute eröffnet.
Zum Glück hat es noch einen Tisch für zwei Personen.
Rentierfleisch ist angesagt.
Zum Dessert ist leider kein Samikaffee mit Käse erhältlich. Dafür einer mit Dörrfleisch.
Ich entscheide mich für Vanilleeis. Speziell, es ist mit heissen Cloudberries und Käse.
Mutig, weil ungewohnt, aber fein.
Vanilleeis mit Sumpfbrombeeren und Käse

Dies war der Tagebucheintrag für gestern. Da blieb keine Zeit mehr zum Schreiben. Bis alles gerichtet war im Wohnmobil, war es schon Zeit für die Mitternachtssonne. Wir hatten wieder einen Platz am Polarkreisstellplatz.
Es war bissig kalt, windig. Auch zwei andere warteten mit Fotoapparaten bestückt auf Mitternacht. Ein tolles Erlebnis.

Heute hat es uns gejuckt.
Kvikkjokk, 120 km dorch den Wald, entlang von einsamen Seen, von Jokkmokk aus zu erreichen. Kvikkjokk liegt in der Nähe der Bergwelt Richtung Norwegen.
Slow travel kann man sagen. Unterwegs wieder zwei Rentiere die sich gerade im Schatten von einer grossen Holzbeige niedergelegt haben.

Entlang der Strasse sind hier in Lappland grössere Gebiete maschinell abgeholzt. Da wo bereits die ersten Kiefern wachsen scheint es, sie brauchen hier länger um Grösse zu erreichen als südlicher.

Nach Kvikkjokk

In Kvikkjokk sieht man noch Schneeflecken auf den Bergen. Unterwegs gab die Sicht immer wieder ganze Schneeberge weiter im Norden frei.
Leider hat es hier keinen Campingplatz für uns. Ein Stück weiter zurück haben wir einen gesehen und kehren dahin zurück.
ÅrreNjarka Fjällby heisst der Ort. Es lohnt sich. Jetzt stehen wir direkt am See inmitten eines Kiefernwäldchens. Dieser Platz ist sensationell. Eigentlich inmitten vom Nirgendwo aber mit allem, was man sich wünschen kann. Eine moderne Rezeption mit Bar und Restaurant, Souveniershop, kleinem Lebensmittelabteil.
Schöne Holzhäuschen für Leute ohne Zelt. Feuerstellen, Kanuvermietung, Wanderberatung, Bushaltestelle.
Und….. was hier überall herrscht, totale Stille.

So eine Stille trifft man bald nirgendswo mehr an. Kein Grundbrummen, fast keine Autos, keine Flugzeuge. Einfach Stille.
Auch kein Gestank, kein Grundgeschmack der Luft, nur den Geschmack des Waldes, des Sees.
Schon wieder ein Stück Paradies.
Vielleicht nicht für alle Leute. Die Fussballweltmeisteschaft können wir hier nicht empfangen. Und um diesen Beitrag zu senden, werde ich mich in die Lobby bemühen.
Hejdo, bis bald.

Camping Arrenjarka
Camping Arrenjarka

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