Norwegen Teil 2

29. -30. August

Norway 2

Müde.
Auf einem sehr kleinen Campingplatz mitten im Wald and einem See machen wir früh Rast. Wir haben wegen einem heftigen Gewitter schlecht geschlafen und die Müdigkeit der langen Fahrt steckt auch noch in uns drin.
Die Hunde danken es. ein toller Spaziergang durch den Wald. Viele neue, unbekannte Gerüche wollen erschnüffelt werden. Ein Bad wäre auch toll. Da Pudel aber sehr schlecht trocknen, gibt es keinen Freipass für solche Gelüste.
Frischwasser tanken lässt uns ein Hinterrad in die morastige Wiese einsinken. Gut Glück, die Vorderräder vermögen das Hinterrad wieder herauszuziehen.

Zahnweh meldet sich bei Schultz. Zahnärzte sind aber sehr selten, wie es scheint. Bis Bergen muss das Zahnweh mit Schmerzmitteln bekämpft werden.
Zu Essen gibt es bis dahin nur Menus mit wenig Biss. Heute Rösti mit Raclettekäse obendrauf und dazu Apfelmus.

Heimische Düfte. Man erwartet anscheinend Regen. Rundherum liegt frische Gülle. Jedes kleinste Wiesenstück dünstet reinsten Güllenduft aus.

Zeit zum Lesen, Zeit zum Planen.
Wie wir unsere Reisen planen. Es gibt Wünsche, was man unbedingt sehen möchte, Wünsche, was man unbedingt machen möchte. Dann werden mögliche Routenbeschreibungen gelesen. Daraus ergibt sich die ungefähre Strecke, die wir fahren wollen. Das beinhaltet aber auch schon eine Streichliste, welche Sehensürdigkeiten und Orte wir auslassen und wo es alternative Routen gibt, bei denen wir erst unterwegs entscheiden wollen, wo’s lang geht.
In Touristzentren unterwegs bestücken wir uns mit Broschüren, Karten mit Tipps vor Ort. So haben wir schon manches Schöne erlebt, Dinge und Orte gesehen, die nicht im Reiseführer stehen.

Tag 3 in Norwegen
Setesdal

Was in unseren Vorräten eindeutig fehlt, sind frische Früchte. Ein Halt im Spar ist von Nöten.
Weiter geht es heute ziemlich verregnet. Es wir immer kälter. Unsere gewohnten 25-30 Grade der letzten Wochen sinken ab bis auf 10 Grad.
Wilde Flussabschnitte, nackte Felsen wechseln mit Passfahrten. Manchmal recht steil geht es auf 1000 Meter Höhe. Sumpfige Höhen, aber auch Skigebiete. Ein Auf und ab.

Hochebene
Setestal


Vor unserer Ankunft in Odda noch das Highlight vom Tag.
Die Latefossen. Zuerst linkerhand ein mächtiger Wasserfall, der seinen Nebel über die ganze Strasse sprüht, so dass man einen Moment beim Fahren nichts mehr sehen kann.
100 Meter weiter donnern auf der rechten Seite gleich zwei grosse Fälle herunter und fliessen unter der Strasse durch in den Fluss. Zum Glück hat es hier einen Haltemöglichkeit zum Fotografieren der Zwillingsfossen.

latefossen
Zwillingswasserfälle

Unser Ziel heute Odda am länsten Seitenarm des Hardangerfjords. Hier weht eine warme Brise. Mildes Meerklima, trotz der vielen Kilometer bis zum Meer.
Der Stellplatz ist direkt am Fjord. Mit Strom und allem Drumunddran. Es hat aber wenig Besucher.
Der graue Tag wechselt nachts sein Gesicht. Die vielen Lichter der kleinen Industriestadt leuchten fröhlich und zeugen vom Leben das zuvor im Grau des Regens verloren schien.
Eine weitere Möwennacht. Am Morgen streitet sich eine Möwe mit drei Elstern und ein paar kleinen Vögeln um einen Brocken Brot, den sie hier auf dem Platz gefunden hat. Die Möwe siegt.

Ich kaufe mit eine Angelrute. Es gelüstet mich einen Fisch im Fjord zu fangen. Den letzten Fisch fing ich vor 30 Jahren in Irland. Da wird es doch Zeit zu einem neuen Fischabenteuer.

Odda
Stellplatz

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