Ein Besuch bei Monet

In allen Reiseführern wird empfohlen, die Tickets online zu kaufen und früh am Tag oder am Ende der Öffungszeiten einen Besuchstermin zu buchen.

Das habe ich beherzigt und nach zwei Anläufen auf verschiedenen Plattformen hat es geklappt. Nun sind die Pdfs auf dem Handy parat.
Der Parkplatz zu Monets Garten und Haus ist riesig. Leider gibts keinen Schattenparkplatz. Ungünstig, da unsere Hunde hier bleiben müssen und es sind keine Wolken am Himmel, wenigstens weht ein kleiner Wind. Das Auto wird also von vorne mit unserer grossen Abdeckung die der Erwärmung vorbeugt eingepackt. Alle Deckenluken werden geöffnet. Dazu wird der Ventilator permanent eingeschaltet. Damit sollte es für die Vierbeiner angenehm sein.

Obwohl ich den zweiten Termin gebucht habe, sind schon vier Reisebusse hier und auch einige Autos. Beim Eingang gibt es aber keine Schlange zum Anstehen.

Nun stehe wir also im von Hand gestalteten Garten von Claude Monet. Bunt gemischte Blumenrabatten. Eine üppige Farbenpracht wohin man sieht. Wir stehen mitten in einem Gemälde von Monet. Ich staune, wie gross manche Blumenköpfe gewachsen sind, wie bunt die Sorten gemischt sind, einfach nur wunderschön.

Unsere zweite Etappe ist das Wohnhaus. Hier sind schon merklich mehr Leute. Fotografieren wird schwierig. Wir sind froh über unsere Masken. Trotz Sommer ist Corona wieder auf dem Vormarsch.
Man kann sich gleich wohlfühlen in diesem Haus. Jeder Spot ist fantasieanregend, jede Ecke gemütlich. Die Bilder an den Wänden zeigen, was Monet gefallen hat, die japanischen Bilder wie die Gemälde von Monets Freunden. Ein gelbes Esszimmer ist sehr speziell und die grosse Küche lädt förmlich zum Kochen ein. Man könnte meinen, man spürt die Fantasie von Monet.
Vor dem Haus ist eine zehn Meter lange Schlange, alle wollen ins Haus. Es ist jetzt halb zwölf, da waren die Tickets online schon ausverkauft. Wir haben Glück gehabt mit dem Hausbesuch.

Im traumhaft grossen Atelier ist ein Verkaufsshop eingerichtet. Bilder , Karten, Puzzles, Bücher, Parfums undsoweiter, jeder wird etwas mitnehmen.

Zum Schluss müssen wir wieder zurück zum Eingang, weil wir den Wegweiser zum Wassergarten verpasst haben. Dazu geht es unter der Strasse hindurch zu einem malerischen Rundgang um den Seerosenteich mit verschiedenen Ausblicken aufs Wasser. Auch die gebogene Brücke fehlt nicht. Meterhohes Schilf säumt einen Teil des Wassers, riesige Huflattichblätter reflektieren das einfallende Licht. Die Seerosen sind in kleinen Gruppen über den Teich verteilt. Mit dem Fotoapparat versucht man, Ausschnitte, die an Monets Bilder erinnern, einzufangen. Kein einfaches Unterfangen. Aber angeregt durch die vielen Bilder ist das eine entspannende Aufgabe, nur für einen selber.

Nun ist es Zeit zurück zu den Hunden zu gehen. Wir werden sehnsüchtig erwartet und spazieren auch gleich eine runde zwischen den Feldern hinter dem grossen Parkplatz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.