Das Nessie von Schweden, ein Elch mit fettigen Haaren und was man im Moosepark alles sehen kann.

Am gestrigen Tag sind wir ein Stück südwärts gefahren und haben an einem See auf dem Fläsjöstrand Camping etwas vor Strömsund übernachtet.
Heute nun wollten wir endlich einen Elchpark besuchen und fahren weiter südlich nach Östersund. Wieder geht es vorbei an tausenden von Margritten, die den Strassenrand säumen. Die Wucherblume, wie die Margeritte auch genannt wird, scheint sich hier sehr wohl zu fühlen und niemand scheint sich an dem weissen Blumenmeer zu stören.

Margeritten
Margeritten

Im Gamla Stan von Villhelmina treffen wir auf ein unverhofftes Konzert zweier Schwestern. Hier ein kleiner Ausschnitt. Schweden mögen musizieren und lieben moderne Musik.


Diese alten Holzhäuser stehen in Reih und Glied und strahlen erhabene Ruhe aus.
Villhelmina
Villhelmina
Villhelmina

Bis heute habe ich nicht gewusst, dass Schweden sein eigenes Nessie besitzt. Storsjöodjuret, das grosse Seemonster, wohnt laut den Leuten von Östersund draussen in ihrem See, dem Störjön. Es gibt tatsächlich auch Bootstouren zur besseren Beobachtung von einer eventuellen Monstersichtung.

Nessie

Wir haben uns für eine ganz andere Sichtung angemeldet, nämlich die eines Elches. Im Moosegarden.
Zuerst lernen wir allerhand über den Elch.
Dass sein Geweih pro Tag einen Zentimeter wächst und von einer Bastschicht ummantelt ist, die sich ganz warm anfühlt, erzählt uns der Guide für die Tour.
Bis im September wächst es neu, dann wird die Bastschicht an einem Baum abgestreift und die Rivalenkämpfe beginnen. Wenn die Weibchen verteilt sind und die Paarung beginht, wird das Geweih abgestossen. Jedes Jahr bildet sich ein neues imposanteres Gebilde.
Elchköttel besteht aus reinem Pflanzenmaterial. Man macht daraus Papier.
Elchmilch hier aus dem Moosegarden produziert den teuersten Käse der Welt, weils nur so wenig davon gibt.
Das Fell des Elches ist ganz fettig anzufühlen. Mit diesem Fett kann man Glycerinseife herstellen.

Babymoose

Auf dem grossen Gehege, eher eine riesige Weide über einen bewaldeten Hügel, treffen wir den jüngsten Elch des Parks: Potter. Er ist ein Jahr alt.
In diesem Jahr hat es keinen Nachwuchs gegeben. Mit den Elchbabies wir in den ersten Wochen zusammengelebt. Das heisst die Menschen sind ständig um sie herum und leben ihr Leben auf einer gesonderten Weide zusammenmit Baby und Mutter.
Babyelch

Potter lässt sich anfassen ohne Gatter dazwischen? Er liebt die rohen Kartoffeln, die man ihm eimerweise in den Trog gefüllt hat.
Unser Guide versucht unterdessen die andern Elche mit Birkenästen vom Hügel zu locken.
Zu unserer Freude gelingt ihm das, Stück für Stück. Zuerst sind Vater und Mutter von Potter im Anmarsch. Der Vater mit einem stattlichen, nachwachsenden Geweih. Auch ihn kann man anfassen.
Die Grösse der Elche ist beeindruckend, grösser als ein Pferd.
Etwas stacksig sind die Beine, wenn kan das Gewi ht von 500 Kilo bedenkt.

Für die letzten Ankömmlinge müssen wir wieder ausserhalb des Geheges stehen. Ein zweites Weibchen und ein zweiter Bulle. Er ist sehr zutraulich, kommt ganz an den Hag und frisst mit bei den Kartoffeln.
Ein einmaliges Erlebnis das man nicht so schnell vergisst.
Papa und Potter

Das Programm für morgen ist leider durcheinander geraten. Apache hat beim Sprung von oben nach unten im Wohnmobil den Griff für den Kühlschrank abgerissen.
In Östersund gibt es einen Womoausrüster. Da probieren wir, trotz Samstag, eine Lösung zu finden.

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