Runde, die Vogelinsel


8.Tag Norwegen
5.September 2019


Auf zur Vogelinsel Runde weit im Westen an der Atlantikküste.
Wir entschliessen uns, nicht den roten Strassen zu folgen. Wir nehmen von Nordfjoreid die 15, entlang dem Fjord und biegen auf die 61 Richtung Alesund.
Eine wunderschöne Landschaft empfängt uns in der Höhe.
Blautannenwäldchen, stille Seen.
In Koparnes geht es auf die Fähre auf die Insel Gurskoy.
Spannend wird die Überfahrt zur Insel Runde, über Brücken und Dämme.
Der Stellpatz ist super. Alle blicken aufs Meer. Der Platzwart ist sehr angenehm, spricht Deutsch und erklärt mir alles genau über den Weg zu den Vögeln.
Für den Rundgang zu den Vogelfelsen ist es zu spät, meinen wir. Es ist auch grad am Regnen, dass man keinen Hund rausschicken würde. Das war eine falscher Entscheid. Bald darauf wird es schön und bleibt auch so für die nächsten Stunden.

TV ist heute zum ersten Mal nicht mehr möglich. Das kennen wir schon von Schweden. Irgendwann wird es schwierig mit der Richtung der Schüssel. Zu weit im Norden.
Mit Fischen ist hier auch nichts. Die Flut kommt mit satten Wellen über das felsige Ufer.

10.Tag Norwegen
6.September.2019-  Freitag
Goksoyr Camping auf Runde
Sehr schöne Anlage, alles ist vorhanden. Strom,Wasser, Entsorgung, Aufenthaltsraum mit WLAN, Kiosk, Waschmaschine usw.

Heute bleiben wir hier und warten erst auf etwas regenfreieres Wetter für den Aufstieg auf die Hochebene mit den Vogelfelsen.
Die Hunde führen wir vorher spazieren. Vögelbeobachten mit Hunden ist etwas schwierig.
Steil ist der Weg bergauf. Wir mutmassen wieviele Prozent und schnaufen und steigen weiter hinauf.
Oben angelangt machen wir eine Pause und ein Foto auf den Stellplatz und die Bucht.
Jetzt wirds matschig. Vielerorts liegen Holzstege längs über dem Weg. Die Wiesen rundherum sind Moorgebiet. Davon zeugen auch die Bäche, die hinunter zum Meer fliessen. Jetzt bei diesem Regen führen sie braune Faserstoffe vom Torf mit. Wir bleiben schön auf dem Weg, wohlwissend, dass Tritte nebenher tief gehen können. Bis das Wasser in den Schuh läuft. Wer will das schon.

Die ganze Wanderung rund um die Klippen dauert ungefähr zwei Stunden. Vögel gibt es natürlich jetzt im September nicht mehr so viele. Die Papageientaucher befinden sich schon auf dem offenen Meer. Da leben sie immer in der Zeit, in der sie nicht brüten.
Eine grosse Raubmöwe überfliegt uns, dreht zwei Runden über uns und betrachtet uns genau. Danach dreht sie ab, elegant mit Schwung über der Klippenrand. Ade, machs gut.
Unter uns , auf einer Landszunge sind ein paar Häuser und ein alter Leuchtturm. Ob da wirklich jemand wohnt.

Landschaftlich ist es wunderschön, schön grün, mit kleinen Seen. Die Weitsicht leider grau verhangen. Der Abstieg ist dann genauso steil, wie der Aufstieg, es geht tüchtig in die Knie.

Im Campingkiosk verlängern wir um eine Nacht. Für die Grosskinder kaufe ich Oona und Baba, zwei Stoffpapageientaucher, die ab heute heissen, wie zwei solche aus einer Geschichte, die die beiden mögen.
Wir werden vom Campingbesitzer zum Waffelnessen eingeladen und schnacken dabei mit ihm und seinen beiden deutschen Freunden.

So viel zu unserem Bleibetag mit Meeresrauschen.

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